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Wie bei derselben Versorgung jedes Jahr mehr vom eigenen Geld übrig bleiben kann

Stand: 01.09.2026 · 12 Minuten Lesezeit
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Paar in einer hellen Küche, im Hintergrund ein Heizkörper mit Thermostat

Ein Haushalt kann genauso viel Strom verbrauchen wie im vergangenen Jahr und trotzdem weniger dafür bezahlen. Der Grund ist einfach: Nicht nur der Verbrauch bestimmt die Rechnung, sondern auch der Tarif. Werden dieselben Kilowattstunden günstiger abgerechnet, bleibt jeden Monat und damit jedes Jahr mehr vom vorhandenen Haushaltsbudget übrig, ohne dass der Haushalt weniger Energie nutzen muss.

Genau das prüfen manche Haushalte einmal im Jahr: nicht, ob sie weniger duschen oder die Heizung herunterdrehen sollten, sondern was dieselbe Energiemenge in einem anderen Tarif kosten würde. Dieser Beitrag erklärt, wie dieser Unterschied entsteht, was die Bundesnetzagentur dazu gemessen hat, und woran man erkennt, ob sich der Blick auf den eigenen Vertrag lohnt.

Vorweg, damit keine falsche Erwartung entsteht

Es geht in diesem Beitrag nicht um eine Auszahlung, ein Energiegeld, eine staatliche Hilfe, ein Cashback oder einen Bonus, den jeder bekommt.

Es geht um einen nüchternen Zusammenhang: Dieselbe Versorgung kann bei einem günstigeren Tarif weniger kosten. Ob und wie viel, hängt vom eigenen Ausgangstarif ab. Eine Ersparnis ist nicht garantiert. Dieser Beitrag ist allgemeine Verbraucherinformation, vermittelt keinen Energievertrag und empfiehlt keinen bestimmten Anbieter.

Was die Bundesnetzagentur im März 2026 gemeldet hat

Die Bundesnetzagentur veröffentlichte am 11. März 2026 neue Zahlen zum Lieferantenwechsel. Danach wechselten im Jahr 2025 rund 6,7 Millionen Haushalte ihren Stromlieferanten und sparten zusammen rund 280 Millionen Euro. Beim Gas wechselten rund 2,1 Millionen Haushalte; die geschätzte Gesamtersparnis lag bei 126 Millionen Euro.

Für typische Modellhaushalte bezifferte die Behörde das durchschnittliche Potenzial Anfang 2026 auf rund 95 Euro pro Jahr bei 3.500 Kilowattstunden Stromverbrauch und rund 360 Euro pro Jahr bei 20.000 Kilowattstunden Gasverbrauch.

Modellwerte der Bundesnetzagentur, Stand Anfang 2026. Durchschnitte über viele Haushalte, keine Zusage für den Einzelfall.
ModellhaushaltJahresverbrauchNeukunden-ModellpreisDurchschnittliches Potenzial
Strom3.500 kWh34,9 ct/kWhrund 95 € pro Jahr
Gas20.000 kWh9,6 ct/kWhrund 360 € pro Jahr

Diese Werte sind Modellwerte, keine Garantie. Der tatsächliche Unterschied hängt von Wohnort, Verbrauch, aktuellem Vertrag, Grundpreis, Arbeitspreis, Bonusbedingungen und verfügbaren Angeboten ab. Ein Haushalt kann mehr sparen, weniger sparen oder gar nichts. Was die Zahlen aber zeigen: Tarifunterschiede sind wirtschaftlich relevant genug, dass Millionen Haushalte im Jahr 2025 daraus einen messbaren Effekt gezogen haben.

Die Rechnung besteht aus mehr als Verbrauch

Wenn die Stromrechnung steigt, lautet die erste Vermutung oft: „Wir haben mehr verbraucht.“ Das kann stimmen, muss aber nicht. Die Jahreskosten eines Strom- oder Gasvertrags bestehen vereinfacht aus zwei Teilen:

Verbrauch × Arbeitspreis + Grundpreis = Jahreskosten.

Der Arbeitspreis wird pro Kilowattstunde berechnet, der Grundpreis fällt unabhängig vom Verbrauch pro Monat oder pro Jahr an. Beide Größen legt der Tarif fest, nicht der Haushalt. Deshalb können dieselben 3.500 Kilowattstunden in Tarif A etwas anderes kosten als in Tarif B: gleicher Verbrauch, aber anderer Arbeitspreis und anderer Grundpreis, also andere Jahreskosten. Wie die Jahresabrechnung diese Zahlen ausweist, zeigt der Beitrag was auf der Jahresabrechnung steht und welche drei Zahlen wirklich zählen.

Mann fotografiert einen Stromzähler mit dem Smartphone
Der Zählerstand liefert den Verbrauch. Was diese Kilowattstunden kosten, entscheidet der Tarif.

Dieselben 3.500 Kilowattstunden, zwei Tarife

Ein vereinfachtes Beispiel macht den Hebel sichtbar. Der Haushalt verbraucht in beiden Fällen exakt 3.500 Kilowattstunden Strom im Jahr.

Vereinfachtes Rechenbeispiel mit frei gewählten Modellpreisen. Keine realen Angebote, keine Prognose eines individuellen Ergebnisses.
PositionTarif ATarif B
Verbrauch3.500 kWh3.500 kWh
Arbeitspreis35 ct/kWh32 ct/kWh
Verbrauchskosten1.225 €1.120 €
Grundpreis pro Jahr180 €160 €
Jahreskosten1.405 €1.280 €

Der Unterschied beträgt im Beispiel 125 Euro pro Jahr. Das ist der entscheidende Punkt: Der Haushalt verbraucht exakt gleich viel. Es gibt kein neues Einkommen und keine Auszahlung. Es sind einfach 125 Euro weniger laufende Kosten, und dadurch bleiben 125 Euro mehr vom vorhandenen Geld übrig. Auf den Monat gerechnet sind das gut zehn Euro, die nicht mehr für dieselbe Energiemenge ausgegeben werden.

Frau im Flur nach dem Einkauf, prüft ihr Smartphone
Kein zusätzliches Einkommen, sondern eine kleinere laufende Ausgabe. Das ist der ganze Mechanismus.

Kleine Preisunterschiede summieren sich

Ein Cent klingt nach wenig. Multipliziert mit dem Jahresverbrauch wird daraus ein spürbarer Betrag, und zwar umso mehr, je höher der Verbrauch ist.

Rechnerische Wirkung eines Unterschieds im Arbeitspreis bei gleichbleibendem Verbrauch. Reine Multiplikation, keine Prognose.
Unterschied im ArbeitspreisStrom, 3.500 kWhGas, 20.000 kWh
1 Cent pro kWh35 € pro Jahr200 € pro Jahr
2 Cent pro kWh70 € pro Jahr400 € pro Jahr
3 Cent pro kWh105 € pro Jahr600 € pro Jahr
4 Cent pro kWh140 € pro Jahr800 € pro Jahr

Deshalb wirkt ein kleiner Cent-Unterschied bei hohem Verbrauch so stark, und deshalb fällt der Modellwert der Bundesnetzagentur beim Gas mit rund 360 Euro deutlich höher aus als beim Strom. Warum das so ist und woraus der Gaspreis besteht, erklärt der Beitrag warum ein Cent beim Gas mehr wiegt als beim Strom.

Paar entspannt im Wohnzimmer neben einem Heizkörper
Beim Heizen sind die Verbrauchsmengen größer. Ein Cent Unterschied wiegt hier ein Vielfaches.

Warum das eigene Ergebnis anders aussehen kann

Die Zahlen der Bundesnetzagentur sagen nicht, dass jeder Haushalt spart. Sie zeigen, dass Tarifunterschiede im Markt vorhanden und wirtschaftlich relevant sind. Was ein einzelner Haushalt davon hat, hängt vor allem vom Ausgangstarif ab:

  • Wer bereits einen günstigen Tarif hat, findet womöglich keine bessere Alternative. Dann ist kein Wechsel sinnvoll.
  • Wer seit Jahren in einem alten, teuren Vertrag oder in der Grundversorgung ist, kann eine deutlich größere Differenz vorfinden.
  • Wer einen Bonus-Tarif hat, dessen Bonus ausgelaufen ist, zahlt im zweiten Jahr oft mehr als im ersten.

Deshalb ist der erste Schritt nicht wechseln, sondern vergleichen. Ein Vergleich kann auch ergeben: bleiben. Das ist ein gutes Ergebnis, denn dann weiß der Haushalt, dass der aktuelle Tarif konkurrenzfähig ist.

Die Jahresabrechnung holen

Für einen ersten Check reichen wenige Zahlen, und alle stehen auf der letzten Jahresabrechnung:

  • Jahresverbrauch in Kilowattstunden, für Strom und gegebenenfalls für Gas getrennt,
  • Jahreskosten in Euro,
  • Arbeitspreis in Cent pro Kilowattstunde,
  • Grundpreis in Euro pro Jahr oder pro Monat,
  • Vertragslaufzeit, Kündigungsfrist und Preisgarantie, soweit vorhanden.

Wer den Verbrauch nicht kennt, kann ihn aus zwei Zählerständen im Abstand von zwölf Monaten selbst ermitteln. Der monatliche Abschlag hilft dabei nicht weiter, denn er ist nur eine Vorauszahlung auf einen geschätzten Verbrauch; mehr dazu im Beitrag warum der monatliche Abschlag nichts über den Tarif aussagt.

Grundpreis und Arbeitspreis: beides zählt

Ein niedriger Arbeitspreis kann durch einen hohen Grundpreis teilweise aufgehoben werden. Umgekehrt ist ein niedriger Grundpreis bei hohem Verbrauch weniger wichtig. Deshalb sollten immer die Gesamtjahreskosten verglichen werden, nicht einzelne Preisbestandteile.

Bei einem kleinen Haushalt mit 1.500 Kilowattstunden wirkt ein hoher Grundpreis relativ stärker. Bei einem großen Haushalt mit 6.000 Kilowattstunden wirkt der Arbeitspreis relativ stärker. Ein Rechenbeispiel, in dem je nach Haushaltsgröße ein anderer Tarif vorn liegt, steht im Beitrag warum ein niedriger Arbeitspreis nicht automatisch der günstigere Tarif ist.

Grundversorgung oder Sondervertrag

Die Verbraucherzentrale empfiehlt, insbesondere die Grundversorgung regelmäßig zu prüfen, weil Sonderverträge häufig niedrigere Preise haben. Die Grundversorgung ist aber nicht automatisch schlecht; regional können die Preise unterschiedlich sein, deshalb gibt es keine pauschale Antwort.

Die Grundversorgung hat einen klaren Vorteil: eine Kündigungsfrist von zwei Wochen. Ein Sondervertrag kann günstigere Konditionen bieten, die Bindung kann aber länger sein, je nach Vertrag bis zu 24 Monate. Preis und Flexibilität sollten deshalb gemeinsam betrachtet werden. Ausführlicher im Beitrag wann die Grundversorgung nicht die schlechteste Wahl ist.

Bonus-Tarife: zwei Jahre getrennt rechnen

Ein Neukundenbonus kann das erste Jahr sehr günstig wirken lassen. Die Verbraucherzentrale warnt, dass das zweite Jahr bei Bonus-Tarifen oft deutlich teurer ist. Sinnvoll ist deshalb, zwei Werte zu vergleichen: Jahr 1 mit Bonus und Jahr 2 ohne Bonus. Ein Bonus ist nicht automatisch schlecht, aber er ist einmalig; Arbeitspreis und Grundpreis bleiben danach entscheidend.

Wer einen Bonus mitrechnet, sollte die Bedingungen lesen: Mindestbelieferung, Neukundenstatus, Auszahlungstermin und Kündigungsregeln. Die Vertragslaufzeit ist nicht immer identisch mit der Belieferungszeit, was für den Bonus relevant sein kann. Details im Beitrag warum das zweite Jahr bei Bonus-Tarifen oft teurer wird.

Preisgarantie: was ist garantiert?

Eine Preisgarantie kann helfen, aber nicht jede Garantie deckt alles ab. Manche schließen Netzentgelte, Steuern, Abgaben und Umlagen aus. Dann ist nur der Energieanteil garantiert, und die Verbraucherzentrale weist darauf hin, dass große Teile des Gesamtpreises von eingeschränkten Garantien ausgenommen sein können. Deshalb lohnt nicht nur der Blick auf „12 Monate Preisgarantie“, sondern auf die Frage: Was genau ist garantiert? Mehr dazu im Beitrag was eine Preisgarantie tatsächlich absichert und was nicht.

Vergleichsportale: Filter bewusst setzen

Vergleichsportale sind sehr nützlich, aber ihre Voreinstellungen sind nicht immer optimal. Sinnvolle Einstellungen nach Empfehlung der Verbraucherzentrale:

  • Bonus zunächst ausblenden,
  • den realistischen eigenen Verbrauch eintragen,
  • Laufzeit von ungefähr einem Jahr wählen,
  • Preisgarantie bewusst auswählen,
  • dynamische Tarife getrennt betrachten.

Nicht nur Platz 1 anklicken, sondern drei bis fünf Angebote ansehen und den Anbieter selbst prüfen: Service, Erreichbarkeit, Vertragsbedingungen, Erfahrungen. Der billigste Preis ist nicht immer das beste Gesamtpaket. Welche Filter das Ergebnis am stärksten verschieben, zeigt der Beitrag welche Voreinstellungen auf Vergleichsportalen das Ergebnis verschieben.

Person in der Küche mit Smartphone, auf dem eine unscharfe Vergleichsliste zu sehen ist
Drei bis fünf Angebote ansehen, Bonus zunächst ausblenden, Gesamtjahreskosten vergleichen.

24-Stunden-Wechsel: technisch schneller, vertraglich unverändert

Seit Juni 2025 ist der technische Stromlieferantenwechsel beschleunigt: Der Wechsel selbst kann innerhalb von 24 Stunden abgewickelt werden. Das bedeutet aber kein 24-Stunden-Kündigungsrecht. Vertragslaufzeiten bleiben gültig; der technische Wechsel und das Vertragsende sind zwei verschiedene Dinge.

Beim normalen Anbieterwechsel werden keine Leitungen ausgetauscht. Das Stromnetz bleibt dasselbe, das Gasnetz ebenfalls, und ein Versorgungsausfall nur wegen eines Lieferantenwechsels ist nicht vorgesehen. Das nimmt eine häufige Sorge. Wie der Ablauf im Einzelnen aussieht, steht im Beitrag wie ein Anbieterwechsel abläuft, ohne dass zuhause etwas ausfällt.

Familie entspannt abends im Wohnzimmer bei eingeschaltetem Licht
Dieselbe Wohnung, dieselben Geräte, derselbe Komfort. Nur der Preis pro Kilowattstunde kann sich unterscheiden.

Dynamische Tarife: nicht automatisch günstiger

Dynamische Stromtarife, deren Preise stündlich der Börse folgen, können interessant sein für Haushalte mit Elektroauto, Wärmepumpe, Batteriespeicher oder flexibler Nutzung. Die Preise schwanken aber, und deshalb sind solche Tarife nicht automatisch günstiger. Ein klassischer Tarif ist oft besser planbar. Für wen sich der Blick lohnt, erklärt der Beitrag für wen ein dynamischer Stromtarif überhaupt in Frage kommt.

Gleiche Versorgung bedeutet nicht identischer Vertrag

Das ist der zentrale Gedanke dieses Beitrags: derselbe Haushalt, dieselbe Wohnung, dieselben Geräte, derselbe Verbrauch, aber ein anderer Preis. Deshalb kann bei gleicher Versorgung mehr Geld übrig bleiben.

Der Blick darauf ist kein Vorwurf und kein Grund zur Sorge. Es geht nicht um „Sie zahlen zu viel“, sondern um die Frage: „Vielleicht gibt es für denselben Verbrauch eine günstigere Möglichkeit.“ Die Antwort liefert ein Vergleich, und die Antwort darf auch „nein“ lauten.

Wann sich ein Blick auf den Tarif besonders lohnt

  • Jahresabrechnung: der ideale Zeitpunkt, weil alle Zahlen frisch vorliegen.
  • Ende einer Preisgarantie: danach kann sich der Preis ändern.
  • Preiserhöhung: ein Preiserhöhungsschreiben löst ein Sonderkündigungsrecht aus; siehe was ein Preiserhöhungsschreiben auslöst und was nicht.
  • Vertragsende: vor der automatischen Verlängerung.
  • Umzug: neuer Zähler, oft neuer Vertrag.
  • Verbrauch verändert sich: ein Elektroauto lässt den Verbrauch steigen, dann wird der Arbeitspreis wichtiger. Zieht ein Kind aus, sinkt der Verbrauch, dann fällt der Grundpreis stärker ins Gewicht. Eine Wärmepumpe verändert das Verbrauchsprofil, dann können andere Tarife interessant werden.

Ein einmal guter Tarif bleibt nicht automatisch gut, weil sich der Markt verändert. Deshalb lohnt sich ein gelegentlicher neuer Blick, etwa einmal im Jahr.

Eine Jahresroutine in acht Schritten

  1. Jahresabrechnung öffnen.
  2. Verbrauch notieren.
  3. Jahreskosten notieren.
  4. Vertragsende, Kündigungsfrist und Preisgarantie prüfen.
  5. Alternativen mit dem realistischen Verbrauch vergleichen.
  6. Bonus zunächst ausblenden, Jahr 1 und Jahr 2 getrennt rechnen.
  7. Bedingungen des Angebots lesen.
  8. Nur wechseln, wenn das Gesamtpaket besser ist. Sonst bleiben.

Checkliste zum Selbstausfüllen

Die eigenen Zahlen

Aktueller Vertrag

Verbrauch Strom: ________ kWh · Jahreskosten Strom: ________ €

Verbrauch Gas: ________ kWh · Jahreskosten Gas: ________ €

Arbeitspreis: ________ ct/kWh · Grundpreis: ________ € pro Jahr

Vertragsende: ________ · Kündigungsfrist: ________ · Preisgarantie bis: ________

Alternative

Jahreskosten ohne Bonus: ________ € · Jahr 1 mit Bonus: ________ € · Jahr 2: ________ €

Differenz zum aktuellen Vertrag: ________ € pro Jahr. Erst dann entscheiden.

Häufige Fehler beim Vergleich

Nur den Arbeitspreis ansehen

Der Grundpreis gehört immer dazu. Vergleichen Sie Gesamtjahreskosten.

Nur den Bonus ansehen

Der Bonus ist einmalig. Das zweite Jahr zählt genauso.

Einen falschen Verbrauch eingeben

Ein geschätzter oder veralteter Verbrauch verschiebt die Reihenfolge der Angebote.

Das Vertragsende ignorieren

Wer vor Vertragsende wechselt, kann doppelt gebunden sein oder Bonusbedingungen verletzen.

Die Preisgarantie überschätzen

Eingeschränkte Garantien decken oft nur den Energieanteil ab.

Den Vergleich als Wechselpflicht verstehen

Ein Vergleich ist eine Information, keine Verpflichtung. Bleiben ist ein zulässiges Ergebnis.

Fazit

Mehr Geld im Haushalt muss nicht immer durch ein höheres Einkommen entstehen. Es kann auch dadurch entstehen, dass eine laufende Ausgabe kleiner wird. Bei Strom und Gas kann derselbe Verbrauch je nach Tarif unterschiedliche Jahreskosten verursachen. Die Bundesnetzagentur zeigt mit den 2026 veröffentlichten Daten, dass Anbieterwechsel für Millionen Haushalte reale finanzielle Unterschiede gebracht haben.

Aber: Keine Ersparnis ist garantiert. Der sinnvollste erste Schritt ist deshalb nicht, sofort zu wechseln, sondern die eigenen Jahreskosten mit aktuellen Alternativen zu vergleichen. Wenn dieselbe Versorgung günstiger erhältlich ist, bleibt jeden Monat und jedes Jahr mehr vom eigenen Geld übrig. Wenn nicht, ist auch das ein brauchbares Ergebnis.

der energiebrief

Laufende Verträge verstehen: Strom, Gas und Haushaltskosten, kostenfrei per E-Mail.

Kostenfrei. Bestätigung per E-Mail (Double-Opt-in), abbestellen jederzeit, keine Weitergabe an Dritte. Datenschutz

Quellen und fachliche Grundlage

  1. Bundesnetzagentur, Pressemitteilung „Lieferantenwechsel 2025“ (SMARD), veröffentlicht am 11.03.2026: https://www.bundesnetzagentur.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/2026/20260311_SMARD.html
  2. Verbraucherzentrale, „So finden Sie den passenden Strom- oder Gastarif“ (Stand 29.07.2026): https://www.verbraucherzentrale.de/wissen/energie/preise-tarife-anbieterwechsel/so-finden-sie-den-passenden-strom-oder-gastarif-6436
  3. Verbraucherzentrale, „Was Sie bei Bonustarifen für Strom und Gas beachten sollten“ (Stand 05.08.2026): https://www.verbraucherzentrale.de/wissen/energie/preise-tarife-anbieterwechsel/was-sie-bei-bonustarifen-fuer-strom-und-gas-beachten-sollten-6435
  4. Verbraucherzentrale, „Grundversorgung oder Sondervertrag: Verträge bei Strom und Gas“ (Stand 24.08.2026): https://www.verbraucherzentrale.de/wissen/energie/preise-tarife-anbieterwechsel/grundversorgung-oder-sondervertrag-vertraege-bei-strom-und-gas-10912
  5. Verbraucherzentrale, „So klappt der Wechsel zu einem neuen Energieanbieter“ (Stand 21.08.2026): https://www.verbraucherzentrale.de/wissen/energie/preise-tarife-anbieterwechsel/so-klappt-der-wechsel-zu-einem-neuen-energieanbieter-85945

Hinweis. Dieser Beitrag ist allgemeine Verbraucherinformation. Er ist keine Energieberatung, keine Rechtsberatung, keine Finanzberatung und keine Tarifvermittlung. Über diese Website werden keine Energieverträge geschlossen oder vermittelt, und es wird kein bestimmter Anbieter empfohlen.

Genannte Beträge sind amtliche Modell- oder Aggregatwerte mit Quellenangabe oder ausdrücklich gekennzeichnete, vereinfachte Rechenbeispiele. Sie sind keine Zusage einer Ersparnis und keine Prognose eines individuellen Ergebnisses. Die tatsächlichen Kosten hängen von Verbrauch, Wohnort, Tarif, Grundpreis, Arbeitspreis, Vertragsbedingungen und Marktangebot ab. Preise, Umlagen und gesetzliche Regelungen können sich ändern.

Die Werte 95 Euro und 360 Euro sind Modellwerte der Bundesnetzagentur für typische Haushalte mit 3.500 Kilowattstunden Strom beziehungsweise 20.000 Kilowattstunden Gas (Stand Anfang 2026); die Werte 6,7 Millionen, 280 Millionen Euro, 2,1 Millionen und 126 Millionen Euro sind Aggregatwerte für das Jahr 2025. Der Unterschied von 125 Euro im Beispiel beruht auf frei gewählten Modellpreisen. Keiner dieser Beträge ist eine zugesagte Ersparnis; ein Haushalt kann mehr, weniger oder nichts sparen.